Gewebtes Paradies

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Martin Posth Collection in der  Bumiller Collection Berlin

Ausstellung Berlin,  23. Oktober –  3. Dezember 2016

In Berlin hat im Jahre 2006 im Museum für Islamische Kunst  die letzte große und wichtige Teppichausstellung „Osmanische Teppiche in Siebenbürgen“ stattgefunden. Im Oktober 2016 präsentiert Martin Posth nun eine Auswahl von 43 Teppichen und 13 Kelims aus Anatolien unter dem Titel:

Woven Paradise  – A journey through the Anatolian textile craft of the 18th and 19th centuries

Gewebtes Paradies – Ein Streifzug durch die anatolische Textilkunst des 18. und 19. Jahrhunderts

in der Bumiller Collection – University Museum Islamic Art

Seine Sammlung türkischer Textilien wurde in mehr als 35 Jahren zusammengetragen. Sammlungsschwerpunkt liegt auf Exponaten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die in den klassischen Museen eher weniger Beachtung finden, da sich die traditionale museale Welt gern auf Erzeugnisse bis zum 17. Jahrhundert konzentriert.

Die Sammlung von Martin Posth zeigt,  dass auch dass 18. und 19. Jahrhundert im anatolischen Raum wertvolle und ästhetisch überragende  Werke zu Tage gebracht haben, die einmal mehr einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten, wie das auch in der Vergangenheit an vielen Orten unseres Landes geschehen ist.

In einer Zeit, in der der Islam oft als unvereinbar mit Kultur und Werten des Westens empfunden und dargestellt wird, ist es umso wichtiger, die die islamischen Entwicklung begleitenden positiven, künstlerischen Seiten aufzuzeigen – jenseits von politischen Diskursen.Ein Brückenschlag zwischen Islam und Andersdenkenden (Christen und Juden, Armeniern und Kurden) war auch immer ein Kennzeichen des Osmanischen Reiches. Die Ausstellung will dazu beitragen, den Austausch von Kulturen konstruktiv zu fördern. „Woven Paradise Anatolia“ kann eine Hilfestellung sein, unsere Mitbürger mit islamischem Hintergrund besser verstehen  zu lernen und ihnen respektvoll zu  begegnen.

Martin Posth will mir der Ausstellung aber auch andere dazu anregen, alte textile Erzeugnisse zu sammeln, die bis heute auf Märkten in der Türkei oder anderswo im Orient mit Ausdauer und ein bisschen Glück immer noch zu finden sind.

Darüber hinaus sollen tiefere Einblicke und Kenntnisse über die außergewöhnlichen Kunstfertigkeiten der Menschen gegeben werden, die im türkisch-anatolischen Raum des 18. und 19.Jahrhunderts lebten.

Die Sammlung Posth verbindet ihr Anliegen ,den interkulturellen Dialog und ein Verständnis für die Mannigfaltigkeit, Offenheit und Schönheit der islamischen Kultur und Kunst in Deutschland zu fördern, kongenial mit dem Bestreben der Bumiller Collection.

Der Termin in der Bumiller Collection – University Museum Islamic Art orientiert sich an dem Jährlich in Berlin stattfindenden Volkmann-Treffen, das in 2016 vom 21. bis 23. Oktober abgehalten wird. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Preview der Ausstellung für das Volkmann-Treffen avisiert.

Medienkooperationen mit den Fachmagazinen „carpetCollector“ und „HALI“ sind bereits angedacht. Der in Hamburg herausgegebene „carpetCollector“ plant den Abdruck eines Interviews mit Martin Posth in seiner Sommerausgabe.

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