Gewebtes Paradies

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Martin Posth Collection in der Bumiller Collection Berlin

Ausstellung Berlin,  24. Oktober –  3. Dezember 2016

Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag, 14h – 18h

Montag – Mittwoch nur nach Voranmeldung unter mail@janaposth.com

In Berlin hat im Jahre 2006 im Museum für Islamische Kunst die letzte große und wichtige Teppichausstellung „Osmanische Teppiche in Siebenbürgen“ stattgefunden. Zehn Jahre später präsentiert der Sammler Martin Posth eine Auswahl seiner umfangreichen Kollektion. 46 anatolische Teppiche und 12 Kelims aus dem 18. und 19. Jahrhundert werden in der Bumiller Collection – University Museum Islamic Art gezeigt:

Woven Paradise – A journey through the Anatolian textile craft of the 18th and 19th centuries

Gewebtes Paradies – Ein Streifzug durch die anatolische Textilkunst des 18. und 19. Jahrhunderts

Das Volkmann-Treffen 2016 hat im Rahmen einer Preview die Ausstellung offiziell in sein diesjähriges Programm aufgenommen. Das Volkmann-Treffen ist die bedeutendste Zusammenkunft von Textilenthusiasten im deutschsprachigen Raum und findet jährlich in Berlin statt.

Seine Sammlung türkischer Textilien hat Martin Posth in mehr als 35 Jahren zusammengetragen. Sammlungsschwerpunkt liegt auf Exponaten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die in den klassischen Museen eher weniger Beachtung finden, da sich die traditionale museale Welt gern auf Erzeugnisse bis zum 17. Jahrhundert konzentriert.

Die Sammlung von Martin Posth zeigt, dass auch das 18. und 19. Jahrhundert im anatolischen Raum wertvolle und ästhetisch überragende  Werke zu Tage gebracht haben, die einmal mehr einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten, wie das auch in der Vergangenheit an vielen Orten unseres Landes geschehen ist.

In einer Zeit, in der der Islam manchmal als unvereinbar mit Kultur und Werten des Westens erscheinen mag, ist es umso wichtiger, die die islamischen Entwicklungen begleitenden positiven, künstlerischen Seiten aufzuzeigen – jenseits von politischen Diskursen. Ein Brückenschlag zwischen Islam und Andersdenkenden (wie Christen und Juden, Armeniern und Kurden) war auch immer ein Kennzeichen des Osmanischen Reiches. Die Ausstellung will dazu beitragen, den Austausch von unterschiedlichen Kulturen konstruktiv zu fördern. „Woven Paradise“ kann eine Hilfestellung sein, unsere Mitbürger mit islamischem Hintergrund besser verstehen zu lernen und ihnen respektvoll zu begegnen.

Martin Posth will mit der Ausstellung aber auch andere dazu anregen, alte textile Erzeugnisse zu sammeln, die bis heute auf Märkten in der Türkei oder anderswo im Orient mit Ausdauer und ein bisschen Glück immer noch zu finden sind. Die Kunst des Teppichsammelns kann auf diesem Wege an nachfolgende Generationen weitergegeben werden.

Darüber hinaus sollen tiefere Einblicke und Kenntnisse über die außergewöhnlichen Kunstfertigkeiten der Menschen gegeben werden, die im türkisch-anatolischen Raum des 18. und 19. Jahrhunderts lebten.

Die Sammlung Posth verbindet ihr Anliegen, den interkulturellen Dialog und ein Verständnis für die Mannigfaltigkeit, Offenheit und Schönheit der islamischen Kultur und Kunst in Deutschland zu fördern, kongenial mit dem Bestreben der Bumiller Collection, eine interdisziplinäre Plattform zu schaffen für einen Austausch zwischen Orient und Okzident.

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